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Wissenswertes für jeden Tierfreund

Ein großer Garten ersetzt nicht das Gassi gehen

Auch wenn der Hund jederzeit im Garten herumtollen kann, muss der Halter möglichst oft mit ihm Gassi gehen. Denn so wichtig Bewegung für die Vierbeiner ist, noch wichtiger sind nach Angaben der Tierschutzorganisation Vier-Pfoten aus Hamburg das Erkunden, das Herumschnuppern und das Entdecken neuer Gerüche sowie der Kontakt mit anderen Hunden.
All das ist auf einem eigenen Grundstück nur bedingt möglich. Ein Hund, der ausschließlich in den Garten darf und dort keinen Artgenossen um sich herum hat, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit irgendwann zu Heulen und zu Bellen beginnen - als Signal dafür, dass er einsam ist.
Ein Tipp für einen erlebnisreichen Spaziergang: Lassen Sie Ihren Hund doch einmal eine Spur suchen! Ihrem Hund wird diese Abwechslung sehr viel Spaß machen und außerdem strengt ihn die Suche sehr an. Helfen Sie ihm nicht zu früh, er soll richtig arbeiten.

Hitze mögen Hunde nicht!

Besonders empfindlich gegen Hitze sind Welpen. Auch älteren Hunden tut sie nicht gut, besonders bei Herz-, Kreislauf- und Nierenproblemen. Besonders zu schaffen macht sie auch "Pelzträgern" wie Husky oder Chow-Chow, aber auch kurzköpfigen Rassen, wie Boxer oder Englische Bulldogge.
Achtung: Die Hunde niemals bei hohen Termperaturen im Auto "vergessen", auch nicht bei geöffnetem Fenster oder wenn das Auto im Schatten steht. Schon bei 20 °C Außentemperatur besteht Lebensgefahr für das Tier.
Hilfe in Notsituationen: Wasser anbieten, kühlen Ort aufsuchen, feuchte Tücher auf Kopf und Rücken legen

Kurzhaarschnitt im Sommer ja oder nein?

Das Fell ist von der Natur als Schutz gegen Kälte, aber auch gegen Hitze gedacht. Es reguliert die Körpertemperatur. Das Fell verändert sich im Frühjahr auch ohne Friseur
von selbst, die warme Unterwolle fällt aus und das Deckhaar wird dünner und winddurchlässiger.
Aber: Schwarzes Fell wird zur Heizdecke - hier sollte der Friseur vielleicht doch helfen...

Im Winter ist die Unterwolle dichter und länger. Im Frühjahr lichtet sie sich wieder. Aus diesem Grunde müssen unsere langhaarigen Vierbeiner in dieser Zeit (Haarwechsel) besonders oft gebürstet werden, um ein Verfilzen durch loses abgestorbenes Haar zu verhindern.

Hunde und Meer

Meerwasser schmeckt Hunden eigentlich nicht. Es löscht nicht den Durst, sondern vergrößert ihn nur noch. Man sollte ihnen vor und nach dem Bad Frischwasser anbieten und wenn möglich, auch das Fell mit Süßwasser abspülen, da das "gesalzene" Fell die Haut austrocknet.

Warum fressen Hunde Gras?

90 % aller Hunde fressen gelegentlich Gras, besonders junge Gräser. Pflanzliches gehörte auch zum Speiseplan von Wölfen. Es scheint eine alte Ernährungsform zu sein. Nur wir Menschen sehen die Hunde als reine Fleischfresser.
Aber Achtung: Probleme gibt es, wenn giftige Pflanzen angeknappert werden oder Insektizide benutzt wurden.
Giftige Pflanzen im Garten oder Park sind: Jasmin, Glyzinie, Goldregen, Efeu, Tomatenranken, Rhabarber, Oleander, Azelee, Klematis, Zwiebeln von Osterglocken und Buchsbaum
Bundesweiter Giftnotruf: 0 3 0 /1 9 2 4 0

Spielen im hohen Gras ist wunderschön ...

....aber Grasähren und -samen können sich in Ohren , Haut und Zehen bohren und böse Entzündungen hervorrufen, die vom Tierarzt behandelt werden müssen. Besser übersichtliches Gelände zum Toben aussuchen.

Langes Schlafen schützt Tiere vor Parasiten

Ausgiebiges Schlafen ist gut für unsere Vierbeiner. Langschläfer unter den Säugetieren haben mehr Immunzellen im Blut und sind besser vor Parasiten geschützt lt. Forschung eines internationalen Wissenschaftlerteams, an der auch Mitglieder des Max-Planck-Institutes aus Leipzig beteiligt waren.

Hunde können auch Unangenehmes auf den Menschen übertragen

Hunde, die auf dem Land leben und Kontakt zu Nutztieren haben, können Hautpilze auf den Menschen übertragen. Ist ein Hund infiziert, zeigt sich das in runden, haarlosen Flecken im Fell. Pilze sind nicht gefährlich und können behandelt werden.
Flöhe sind ungefährlich, aber sehr lästig. Wie die vom Hund möglicherweise übertragene Scheinräude, eine Milbenerkrankung, lösen sie beim Menschen starken Juckreiz und eine Rötung der Haut aus, die nach einigen Tagen wieder vergeht.

Beliebtheitsskala der Hunderassen 2015 (Agila)

1. Mischling
2. Labrador
3. Französische Bulldogge
4. Chihuahua
5. Golden Retriever
6. Mops
7. Englische Bulldogge
8. Rottweiler
9. Australian Shepherd
10. Boxer

Pflegeaufwand der Hunde

Über 70 % der Hunde sind pflegeleicht. Jeder Dritte muss nur einmal pro Monat, 40 % einmal pro Woche gebürstet werden (lt. Online-Umfrage Oktober der Zeitschrift "Partner Hund")

Der deutsche Schriftsteller und Dramatiker Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863):

"Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen."

Was bedeutet "wesensfest"?

Ein wesensfester Hund ist weder nervös noch träge, sondern aufmerksam. Auf Umwelteinflüsse wie Lärm, kleine Kinder, Verkehr oder andere Störungen reagiert er gelassen und ohne sich ablenken zu lassen. Bei Schutzhunden ist auch die Verteidigung ihres Menschen ein Kriterium für Wesensfestigkeit.

Von diesen weihnachtlichen Genüssen soll der Hund ferngehalten werden

Butterkekse, Weihnachtsstollen: Magen- und Darmverstimmung

Mandarinen, Orangen: Schale behandelt - es droht durch Ablecken oder gar Fressen Vergiftungsgefahr

Knochen von Gans, Ente, Truthahn, Hähnchen: Die Röhrenknochen splittern leicht, dadurch kann der Hund ersticken oder die Splitter können den Darm perforieren.

Macadamianüsse, bittere Mandeln: giftig!!

Karpfen: Durch die vielen Gräten besteht Erstickungsgefahr!!

Auberginen (roh): giftig, Darmbeschwerden, Schleimhautreizungen

Avocados: giftig!! Herzmuskelschädigungen, kann tödlich wirken

Weintrauben: größere Mengen führen zu Vergiftungserscheinungen, getrocknete Rosinen wirken abführend

Schokolade und Kakaoprodukte: giftig/tödlich !!! durch den Wirkstoff Theobromin

Einsatz von Therapiehunden

Die positive Wirkung von Tieren wird bei Behandlungen genutzt. Sie können Kranken helfen zu entspannen oder sich zu öffnen. "Im direkten Kontakt mit Tieren verändert sich das Verhalten der meisten Menschen unmittelbar" so Chr. Saumweber vom Institut für Tiergeschützte Therapie und Pädagogik in Grafenau.
Es ist schön, mit einem Tier zu spielen und es streicheln zu können. Es verbessert sich die Stimmung der Menschen. Sie sind entspannter und können Blockaden abbauen. Körperkontakt mit Tieren baut Stress ab.
Tiergeschützte Therapien können bei Behinderten und Bewohnern von Seniorenheimen die Lebensqualität verbessern.

Pflege des Hundegebisses

Auch Hunde brauchen regelmäßige Zahnpflege. Sonst bilden sich Zahnstein oder Parodontose und damit Entzündungen und Schmerzen. Die Zähne werden locker und können ausfallen. Parodontose erzeugt nicht nur unschönen Mundgeruch beim Hund sondern können auch ernsthafte Erkrankungen an Leber, Niere und Herz hervorrufen. Die Zahnpflege sollte bei kleineren und mittleren Hunden wegen den enger stehenden Zähnen aufgrund des kleineren Gebisses täglich, bei größeren Hunden nicht unbedingt täglich, aber regelmäßig passieren.
Es sollte bereits im Welpenalter damit begonnen werden, um den Hund daran zu gewöhnen. Danach bekommt er ein Leckerchen oder Futter, damit der Vorgang positiv abgeschlossen wird und der Welpe es machen lässt.

Die Kontrolle des Hundegebisses sollte im Allgemeinen regelmäßig durchgeführt werden, da auch durch Spielen, Toben u.ä. ein Zahn abbrechen und damit der Zahnnerv freiliegen kann,
was unbedingt vom Tierarzt behandelt werden muss.

Stuhlgang des Hundes

Bei Verstopfung sollte nicht eigenmächtig gehandelt werden. Der Tierarzt verordnet ein leichtes Abführmittel.
Ist der Stuhlgang zu fest, sollten keine Knochen gefüttert werden. In diesem Falle ballaststoffreiches Futter in mehreren kleinen Portionen reichen.

Hundesenioren brauchen besondere Aufmerksamkeit

Vielen Hunde-Senioren sieht man ihr hohes Alter nicht an. Sie sind noch sportlich und bei guter Gesundheit. Manchmal hören und sehen sie etwas schlechter oder werden auch etwas eigenwilliger. Doch sie sind nach wie vor die besten Begleiter der Menschen und Familienhunde.
Im Allgemeinen ist ein Hund mit 10 Jahren noch nicht als alt zu bezeichnen. Es gibt aber Unterschiede.Gerade die rasseabhängige Lebenswerwartung ist hier besonders zu betrachten. Ein größerer Hund z. B. eine Dogge hat eine geringere Lebenserwartung und ist bereits mit zehn Jahren sehr alt, wohingegen ein Dackel im gleichen Alter noch topfit sein kann.
Im Alter häufen sich innere Erkrankungen z. B. des Herzens, der Nieren und der Leber bzw. hormonelle Erkrankungen. Aber auch Erkrankungen des Bewegungsapparates treten häufiger auf. Hier ist es wichtig, durch regelmäßige ärztliche Besuche frühzeitig Defitite erkennen und rechtzeitig behandeln zu lassen.

Im Winter statt Salz besser Sand oder Splitt streuen

Streusalz ist für unsere vierbeinigen Freunde ungesund. Pfoten gründlich säubern,
vor und nach dem Gassigehen mit Melkfett oder Vaseline einfetten.

Übrigens: Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Hund beim Spaziergang im Winter keinen Schnee frisst. Magengrummeln und Durchfall bzw. Erbrechen können folgen. Der Schnee ist einfach zu kalt und der Hundemagen verträgt das nicht. Es sollten auch keine Schneebälle geworfen werden. Es macht dem Hund zwar Spaß, animiert ihn aber auch, mehr Schnee dabei zu fressen als ihm guttut. Vor dem Spazierengehen im Schnee dem Hund ausreichend Wasser geben, damit er das Schneefressen lässt.

Mein Tier ist verschwunden - was tun?

Lassen Sie Ihr Tier unbedingt registrieren! Beim Tierarzt wird ein Mikrochip eingepflanzt. Außerdem können Sie Ihr Tier beim Haustierregister TASSO e.V. anmelden.
Wenn Ihr Tier verschwunden ist, melden sie es bei o. g. Haustierregister als vermisst. Des Weiteren können Sie auch das Deutsche Haustierregister (DHR) informieren, das gibt die Angaben an Tierschutzvereine und andere Register weiter. Informieren Sie auch Polizei, Fundbüro, Feuerwehrwachen, Tierarztpraxen, Straßen- und Autobahnmeistereien.
--> www.tasso.de; www.tiersuchdienst.de; www.tiersuchdienst-wesermarsch.de <---

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